KRITIS-Gesetze: Welche Pflichten und welche Haftung treffen Betreiber kritischer Infrastruktur?
Mit KRITIS-Dachgesetz und NIS2 rücken physische Resilienz und Cybersicherheit gleichermaßen in den Fokus. Betreiber kritischer Infrastruktur müssen Risiken bewerten, Schutzmaßnahmen umsetzen und nachweisen. Wir zeigen, wo der Luftraum als Teil der Resilienz oft übersehen wird.


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Warum die KRITIS-Pflichten viele Betreiber unter Druck setzen.
Die Anforderungen aus KRITIS-Dachgesetz und NIS2 wachsen, doch viele Unternehmen kritischer Infrastruktur tun sich schwer, ihre Pflichten konkret umzusetzen. Drei Schwachstellen tauchen in der Praxis immer wieder auf.
Unklare Pflichtenlage
Was ist kritische Infrastruktur, wer gilt als Betreiber und welche Pflichten ergeben sich konkret? Zwischen KRITIS-Dachgesetz, NIS2 und sektorspezifischen Vorgaben fällt es schwer, den Überblick zu behalten und die richtigen Maßnahmen abzuleiten.
Luftraum als blinder Fleck
Physische Resilienz wird meist am Boden gedacht: Zaun, Zutritt, Kameras. Der Luftraum über der Anlage bleibt häufig unbeobachtet. Dabei können unbemannte Fluggeräte Anlagen ausspähen, stören oder gefährden, ohne dass eine bodengebundene Lösung etwas bemerkt.
Persönliche Haftungsrisiken
Wird das Risikomanagement nicht sauber organisiert, kann ein Organisationsverschulden vorliegen. Die Geschäftsführung steht dann persönlich in der Verantwortung. Lücken im Schutzkonzept sind damit nicht nur ein Sicherheits-, sondern auch ein Haftungsthema.
Kritische Infrastruktur, KRITIS-Gesetze und Betreiberpflichten im Überblick.
Was ist kritische Infrastruktur? Als kritische Infrastruktur gelten Einrichtungen und Anlagen, deren Ausfall oder Beeinträchtigung erhebliche Folgen für die Versorgung der Bevölkerung und die öffentliche Sicherheit hätte. Die kritische Infrastruktur Definition orientiert sich an Sektoren, in denen ein Versorgungsengpass schnell weite Kreise zieht.
Zu den Sektoren zählen üblicherweise Energie, Wasser, Ernährung, Transport und Verkehr, Gesundheit, Finanz- und Versicherungswesen sowie Informationstechnik und Telekommunikation. Ob ein Unternehmen kritische Infrastruktur betreibt und damit als Betreiber gilt, hängt von Sektor, Anlagenart und Schwellenwerten ab. Die genaue Einordnung sollte immer anhand des aktuellen Rechtsstands erfolgen.
KRITIS-Dachgesetz und NIS2 als Rahmen. Während die NIS2-Richtlinie vor allem die Cybersicherheit und das IT-Risikomanagement adressiert, nimmt das KRITIS-Dachgesetz die physische Resilienz in den Blick. Beide Rahmen greifen ineinander: Es geht darum, kritische Infrastruktur gegen ein breites Spektrum an Bedrohungen abzusichern, von Cyberangriffen bis zu physischen Einwirkungen vor Ort.
Welche Pflichten treffen die Betreiber? Im Kern geht es um vier Bausteine. Erstens ein systematisches Risikomanagement, das relevante Gefährdungen erfasst und bewertet. Zweitens geeignete Resilienzmaßnahmen, die das Schutzniveau an die identifizierten Risiken anpassen. Drittens Meldepflichten, wenn erhebliche Störungen oder Vorfälle auftreten. Und viertens Nachweise, mit denen die Umsetzung gegenüber den zuständigen Behörden belegt wird.
Der Schutz kritischer Infrastrukturen ist dabei kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Bedrohungslagen verändern sich, neue Technologien tauchen auf, und damit müssen auch die Schutzmaßnahmen regelmäßig überprüft und angepasst werden.
Persönliche Haftung der Geschäftsführung.
Die Verantwortung dafür, dass diese Pflichten erfüllt werden, liegt bei der Unternehmensleitung. Werden notwendige Maßnahmen nicht oder nur unzureichend organisiert, kann ein Organisationsverschulden entstehen. Die Haftung des Geschäftsführers kann dann persönlich greifen. Umfang und Voraussetzungen ergeben sich aus dem jeweils anwendbaren Recht und sollten anwaltlich geprüft werden. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Physischer Schutz und Luftraumsicherheit.
In der Praxis bedeutet physische Resilienz mehr als Zaun und Zutrittskontrolle. Der Luftraum über einer Anlage ist ein eigener Angriffsvektor. Unbemannte Fluggeräte können Aufklärung betreiben, Bereiche stören oder gezielt eingesetzt werden. Wer kritische Infrastruktur schützt, muss den Luftraum als Teil der Resilienz mitdenken, und genau hier setzt eine Überwachungsdrohne in Kombination mit Drohnendetektion und Drohnenabwehr an.
Security Airline kombiniert eine autonome Überwachungsdrohne, Sensorik am Boden und eine VdS-zertifizierte Leitstelle zu einem mehrstufigen Konzept. So lässt sich der physische Schutz von Anlagen mit der Überwachung des Luftraums verbinden. Ein strukturiertes Sicherheitskonzept bildet dafür die Grundlage und ordnet die Maßnahmen den identifizierten Risiken zu.
Für typische KRITIS-Liegenschaften ergeben sich dabei oft branchenspezifische Schwerpunkte, etwa beim Schutz von Hochspannungsmasten und Umspannwerken in der Energieversorgung oder bei der Überwachung von Bahnstrecken im Verkehrssektor. Die Alarmbearbeitung läuft wahlweise bei geschultem Personal oder in einer VdS-zertifizierten Leitstelle, was für nachvollziehbare Prozesse und Nachweisbarkeit sorgt.
Wichtig: Welche konkreten Pflichten Ihr Unternehmen treffen und welche Maßnahmen erforderlich sind, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Wir liefern den sicherheitstechnischen Beitrag zur physischen Resilienz und Luftraumsicherheit. Die rechtliche Prüfung sollte ergänzend durch fachkundige Beratung erfolgen.

Wie unterstützt Security Airline beim Schutz kritischer Infrastruktur?
Wir liefern den sicherheitstechnischen Teil der physischen Resilienz und machen den Luftraum zum aktiv überwachten Bestandteil Ihres Schutzkonzepts. Drei Ansätze stehen dabei im Mittelpunkt.
Luftraum aktiv überwachen
Aus der Luftperspektive lassen sich große Flächen kritischer Infrastruktur schnell und KI-gestützt abscannen. Detektion und Abwehr von Fremddrohnen schließen den oft vergessenen Luftraum als Teil der Resilienz.
Mehrstufiges Sicherheitskonzept
Risikobewertung, Sensorik am Boden, Drohne und Leitstelle greifen ineinander. Das mehrstufige Konzept ordnet Resilienzmaßnahmen den Risiken zu und unterstützt so die Nachweisführung gegenüber Behörden.
Dokumentierte Prozesse
Eine VdS-zertifizierte Leitstelle und definierte Alarmpläne sorgen für nachvollziehbare Abläufe. Das hilft, Meldepflichten zu erfüllen und die Umsetzung der Resilienzmaßnahmen belegbar zu machen.
Eine Lösung, drei Komponenten.
Für den Schutz kritischer Infrastruktur kombinieren wir Hardware, Leitstelle und Software zu einem mehrstufigen Konzept. Durch viele automatisierte Flüge und eine schlaue KI steigt die Chance, Auffälligkeiten am Boden wie im Luftraum frühzeitig zu erkennen.

Drohne Arrow-401 LR und Ladestation
Eigens entwickeltes Drohnensystem mit redundanter Kommunikationselektronik und großer USV. Sie verlassen sich darauf, dass die Drohne andere Lösungen zuverlässig ersetzt. Marktüblichen Drohnen fehlt diese Technik.

VdS-zertifizierte Notruf- und Service-Leitstelle
Die Alarmbearbeitung erfolgt bei trainierten Piloten vom Kunden, etwa der Werksfeuerwehr, oder in einer VdS-zertifizierten Leitstelle. Wichtig für hohes Qualitätsniveau und zuverlässige Prozesse, auch bei Stromausfall.

Flight Automation Center mit KI
Eigene sichere Software für Flugautomatisierung mit Intrusion-KI. Steuert die Drohne automatisiert, plant unregelmäßige Patrouillen und kombiniert sich mit vorhandener Sensorik wie Bewegungsmeldern.
Was Security Airline für KRITIS-Betreiber übernimmt.
Sie sollen sich auf Ihren Versorgungsauftrag konzentrieren und nicht selbst eine Airline betreiben müssen. Wir übernehmen die vielen Puzzleteile, die für einen zuverlässigen Drohnenbetrieb als Teil Ihrer physischen Resilienz nötig sind.
150.000+ Überwachungsflüge
Umfangreiche Erfahrung im Drohnenbetrieb über alle Standorte hinweg.
Erstgespräch mit Sicherheitsanalyse
Kostenlos und unverbindlich, vor Ort oder remote.
Sicherheitskonzept (optional)
Mehrstufiges Konzept zur Steigerung des Sicherheitsniveaus, inklusive Versicherungs-Einsparpotenzial.
Projektierung & EU-Genehmigung
Flugplanung, Alarmplan und Genehmigung in der gesamten EU, inklusive Schweiz und Norwegen.
Redundante Kommunikation & USV
Damit die Drohne andere Lösungen zuverlässig ersetzt, auch bei Stromausfall.
Installation Drohnensystem & Sensorik
Integration mit Bewegungsmeldern, Kameras und vorhandener Infrastruktur.
Regelmäßige Wartung
Wir halten Ersatzteile vor und sichern die Verfügbarkeit Ihrer Drohnenüberwachung dauerhaft ab.
Eigene Software "Flight Automation Center"
Sichere Eigenentwicklung mit Intrusion-KI für maximale Detektionsgüte.
Autonom. Wetterfest.
Rund um die Uhr einsatzbereit.
Das Arrow-401 LR Drohnensystem startet selbstständig – bei Alarmauslösung oder in vordefinierten Patrouillenintervallen. Auch bei Nacht, Wind oder Minusgraden ist das System voll einsatzfähig.
Die robuste, VdS-zertifizierte Drohne wird in der integrierten Dockingstation geladen, geschützt und überwacht. Diese übernimmt Klimatisierung, Telemetrie, Wartungsmonitoring und sichert so den unterbrechungsfreien Betrieb.
Das Ergebnis: Weniger Personalaufwand, höhere Einsatzfrequenz und signifikant geringere Betriebskosten – besonders für große, schwer einsehbare Areale ohne permanente Wachbesetzung.

Warum unsere Kunden auf Drohnenüberwachung setzen
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Olaf Besser
Geschäftsleitung

Wärmenetz-Systemtechnik von Hersteller YADOS. Fernwärmestationen und Heizsysteme für effiziente Energieanwendungen aus Sachsen.
In der heutigen Zeit kommt es zunehmend darauf an effizient und kostengünstig zu arbeiten. Das betrifft auch das gesamte Facility Management – da gehört Überwachung mit dazu. Das System von Security Airline hat uns sowohl preislich als auch technisch überzeugt.

Kathi Gerstner
(Pressesprecherin)
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Die LEAG-Gruppe sorgt nicht nur für Strom und Wärme. Wir bieten Unternehmen, Städten und Gemeinden eine Vielzahl weiterer Produkte und Leistungen.
Der Lausitzer Energieversorger Leag setzt seit einigen Monaten auf den Einsatz von mehreren Überwachungsdrohnen von Security Airline in Kombination mit Künstlicher Intelligenz, um seine Industrieanlagen effektiver zu überwachen und vor Diebstahl sowie unbefugtem Zutritt zu schützen.

Sebastian Hanne
Business Development Manager

Wir bieten Einbruchschutz, Komfort und Automatisierung, Brandschutz und Sicherheit sowie Videoüberwachung. Alles integriert in einem System.
Unsere Sensoren harmonieren ideal mit dem Drohnensystem von Security Airline. Nachdem ein Alarm über die Infrarot-Bewegungsmelder ausgelöst wurde, fliegt die Überwachungsdrohne vollautomatisiert zur markierten Stelle und beleuchtet das Gelände.


